Unternehmen und Kommunen sind mehr denn je gefordert, ihren Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu leisten und bis spätestens 2045 „klimaneutral“ zu werden.
Der Transformationsplan ist dabei ein entscheidendes Instrument, um diese Ziele systematisch und effizient zu erreichen. Es ist weit mehr als nur ein strategisches Dokument; er ist der entscheidende Wegweiser für Unternehmen, die ihre Geschäftspraktiken an den Anforderungen einer nachhaltigen Zukunft ausrichten möchten.
Gemeinsam entwickeln wir einen Transition Plan, der nicht nur visionär, sondern auch umsetzbar ist. Unsere Expert:innen begleiten Sie durch jeden Schritt des Prozesses – von der präzisen Ermittlung Ihres CO₂-Fußabdrucks bis zur Implementierung konkreter Maßnahmen, die Ihr Unternehmen nachhaltig transformieren.
Im Jahr 2023 gaben in einer Studie von CDP Worldwide etwa 5.906 Unternehmen (etwa 1 von 4) an, einen klimaverträglichen Transition Plan im Einklang mit dem 1,5°C-Ziel zu haben. Dieser sprunghafte Anstieg von 44% im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass Unternehmen zunehmend den Ernst der Klimakrise erkennen und konkrete Maßnahmen planen, um ihre Geschäftsmodelle nachhaltig anzupassen.
Ein Transition Plan (Transformationsplan) ist die strategische Grundlage für Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle nachhaltig und klimafreundlich auszurichten. Er definiert kurz-, mittel- und langfristige Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, basierend auf wissenschaftlichen Szenarien wie dem 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens. Neben seiner Rolle als interne Roadmap wird der Transformationsplan auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert und bietet damit zusätzlichen Anreiz für Unternehmen.
Die Erstellung umfasst eine detaillierte Emissionsanalyse sowie die Entwicklung konkreter Maßnahmen und Meilensteine zur Umsetzung.
Im Rahmen aktueller Förderprogramme wird Unternehmen die Möglichkeit geboten, gezielt Unterstützung für strategische Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und nachhaltiger Transformation zu erhalten. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen langfristig zu sichern und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.
Im Folgenden werden die zentralen Rahmenbedingungen sowie die konkreten Förderinhalte vorgestellt.
Was wird gefördert?
Gefördert werden externe Dienstleistungen zur Erstellung eines Transformationsplans, darunter die CO₂-Bilanzierung und deren Zertifizierung, Beratungskosten, Aufwendungen für Messungen und Datenbeschaffung sowie weitere unmittelbar damit verbundene Kosten.
Wer wird gefördert?
Förderberechtigt sind grundsätzlich alle Unternehmen, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, unabhängig von ihrer Rechtsform. Ausgenommen sind Kommunen sowie deren Regie- und Eigenbetriebe, Unternehmen mit mehrheitlicher Beteiligung (> 50 %) des Bundes und Unternehmen, deren Tätigkeit ausschließlich in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse besteht.
Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss auf Basis von Art. 49 AGVO und ist keine De-minimis-Beihilfe. Ohne Teilnahme an der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) beträgt die Förderquote 40 % für Groß-, 50 % für mittlere und 60 % für kleine Unternehmen, bei maximal 60.000 €. Mit IEEKN-Bonus steigt die Förderquote um 10 % und die maximale Fördersumme auf 90.000 €.
Vom CO₂-Fußabdruck zur klimafreundlichen Transformation: Unser 4-Schritte-Ansatz
Schritt 1: Ist-Analyse (CCF/PCF)
Im ersten Schritt wird Ihr Corporate Carbon Footprint (CCF) oder Product Carbon Footprint (PCF) gemäß GHG Protocol erstellt. Diese Analyse deckt die größten Emissionsquellen auf und bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte.
Schritt 2: Zielfestlegung (z.B. Science Based Targets)
Gemeinsam definieren wir ambitionierte Klimaziele, etwa auf Basis der Science Based Targets (SBTi). Dazu zählen die Reduktion von Scope 1, 2 und 3 Emissionen innerhalb von 10 Jahren sowie das Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2045.
Schritt 3: Maßnahmenidentifikation und -konzeption
Basierend auf Ihrer CO₂-Bilanz entwickeln wir gezielte Dekarbonisierungsmaßnahmen. Diese werden nach Effektivität und Wirtschaftlichkeit bewertet, um die optimalen Hebel für Ihr Unternehmen zu identifizieren.
Schritt 4: Verankerung der Klimastrategie
Im finalen Schritt werden die entwickelten Maßnahmen in einen strategischen Umsetzungsplan überführt. Wir unterstützen Sie beim Monitoring und bei der Integration in Ihr ESG- und CSRD-konformes Berichtswesen.
Bei ConClimate kombinieren wir tiefes Fachwissen, praxisnahe Erfahrung und echte Leidenschaft für nachhaltige Unternehmensentwicklung. Unser Anspruch ist es, Sie partnerschaftlich auf Ihrem Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft zu begleiten.
Wir denken Nachhaltigkeit nicht als kurzfristiges Projekt, sondern als integralen Bestandteil erfolgreicher Unternehmensstrategien. Unser Team bringt das notwendige Know-how, den Innovationsgeist und die Entschlossenheit mit, um gemeinsam mit Ihnen messbare Ergebnisse zu erzielen.
Was uns dabei besonders auszeichnet, erfahren Sie hier auf einen Blick.
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1. Was ist ein Transition Plan?
Ein Transition Plan ist eine strategische Roadmap, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Geschäftsmodelle klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten. Er beinhaltet klare Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen, in Übereinstimmung mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens.
2. Sind Transition Plans verpflichtend?
Sie sind verpflichtend, wenn ein Unternehmen in den Geltungsbereich der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fällt und der Klimawandel als wesentlich eingestuft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse, die von der CSRD vorgeschrieben ist, bestimmt, welche Nachhaltigkeitsthemen für ein Unternehmen relevant sind. Es wird erwartet, dass nur in sehr seltenen Fällen Unternehmen den Klimawandel als nicht wesentlich einstufen. Daher ist für die meisten Unternehmen, die unter die CSRD fallen, die Offenlegung eines Transition Plans erforderlich.
3. Wie funktioniert der Ablauf der Förderung?
Es gibt zwei Möglichkeiten, um eine Förderung für Ihren Climate Transition Plan zu erhalten: entweder als direkte Bezuschussung der Investitionskosten oder als Kredit mit einem zusätzlichen Tilgungszuschuss. Für die Beantragung der Zuschüsse ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig, während die Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) laufen. In beiden Fällen gelten die gleichen Förderquoten. Beachten Sie, dass die Förderanträge unbedingt vor der Beauftragung eines Dienstleisters eingereicht werden müssen. Nur wenn die Förderung bereits genehmigt wurde, können Sie verbindliche Aufträge erteilen und von den finanziellen Unterstützungen profitieren.
4. Wie lange dauert die Entwicklung eines Transition Plans?
Die Dauer der Entwicklung eines Transition Plans kann variieren je nach Komplexität des Unternehmens und den spezifischen Anforderungen. In der Regel dauert der Prozess mehrere Monate, von der ersten Analyse bis zur finalen Implementierung und Genehmigung.
5. Was ist der Unterschied zwischen einer Net Zero Strategie und einem Climate Transition Plan?
Eine Net Zero Strategie konzentriert sich auf den langfristigen Weg eines Unternehmens, um bis zu einem festgelegten Zeitpunkt, meist 2040 oder 2050, Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Ein Transition Plan hingegen ist der detaillierte Umsetzungsplan, der den Übergang zu diesem Net Zero Ziel strukturiert und steuert. Er legt wissenschaftlich fundierte Klimaziele fest, die als Meilensteine auf dem Weg zu Net-Zero dienen.