Mit einem förderfähigen Transformationsplan entwickeln Sie eine belastbare CO₂e-Bilanz, konkrete Reduktionsziele und einen Maßnahmenplan für die nächsten 10 Jahre – als Grundlage für Ihre Transformation und mögliche öffentliche Förderung.
Ein Transformationsplan zeigt, wo Ihr Unternehmen heute steht, welche Emissionen entstehen und welche Maßnahmen notwendig sind, um diese gezielt zu reduzieren. Im Fokus steht ein konkreter Fahrplan mit belastbaren Zielen, priorisierten Maßnahmen und einer nachvollziehbaren Grundlage für Ihre nächsten Schritte – nicht nur eine allgemeine Klimastrategie.
Für Unternehmen ist der Transformationsplan besonders interessant, weil seine Erstellung über EEW / BAFA Modul 5 förderfähig sein kann. Ziel der Förderung ist es, Unternehmen bei der strukturierten Planung ihrer Transformation zu unterstützen.
Die Erstellung eines Transformationsplans wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gefördert. Je nach Unternehmensgröße sind folgende Förderquoten möglich:
Die maximale Fördersumme beträgt 60.000 € pro Standort. Bei aktiver Teilnahme an einem Netzwerk der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke kann sich die Förderquote um 10 Prozentpunkte erhöhen; gleichzeitig steigt der maximale Zuschuss auf bis zu 90.000 € pro Standort.
Im Rahmen des Transformationsplans werden die zentralen Grundlagen für Ihre Dekarbonisierung strukturiert erarbeitet. Dazu gehören insbesondere:
CO₂e- und Energiebilanz
Erfassung des Status quo, Definition von Bilanzrahmen, Systemgrenzen und Basisjahr.
Reduktionsziele und Transformationspfad
Entwicklung eines 10-Jahres-Ziels mit mindestens 40 % Reduktion in Scope 1+2.
Maßnahmen wirtschaftlich bewerten
Konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung – inklusive Priorisierung und Wirtschaftlichkeitsberechnung.
1. Förderfähigkeit & Antrag vorbereiten
Wir prüfen die Förderfähigkeit, strukturieren die Projektlogik und unterstützen bei der Erstellung der Antragsunterlagen.
2. Status quo erfassen
Wir erstellen die THG- und Energiebilanz, definieren Systemgrenzen und ordnen Emissionen und Verbräuche den wesentlichen Verbrauchern zu.
3. Reduktionspfad entwickeln
Wir entwickeln einen 10-Jahres-Transformationspfad mit mindestens 40 % THG-Reduktion in Scope 1+2.
4. Maßnahmen wirtschaftlich bewerten
Wir identifizieren konkrete Maßnahmen, priorisieren sie und betrachten ihre Wirtschaftlichkeit.
5. Auszahlung unterstützen
Nach Fertigstellung begleiten wir bei Dokumentation, Einreichung und Fördermittelauszahlung.
1. Was ist ein Transition Plan?
Ein Transition Plan ist eine strategische Roadmap, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Geschäftsmodelle klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten. Er beinhaltet klare Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen, in Übereinstimmung mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens.
2. Sind Transition Plans verpflichtend?
Sie sind verpflichtend, wenn ein Unternehmen in den Geltungsbereich der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fällt und der Klimawandel als wesentlich eingestuft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse, die von der CSRD vorgeschrieben ist, bestimmt, welche Nachhaltigkeitsthemen für ein Unternehmen relevant sind. Es wird erwartet, dass nur in sehr seltenen Fällen Unternehmen den Klimawandel als nicht wesentlich einstufen. Daher ist für die meisten Unternehmen, die unter die CSRD fallen, die Offenlegung eines Transition Plans erforderlich.
3. Wie funktioniert der Ablauf der Förderung?
Es gibt zwei Möglichkeiten, um eine Förderung für Ihren Climate Transition Plan zu erhalten: entweder als direkte Bezuschussung der Investitionskosten oder als Kredit mit einem zusätzlichen Tilgungszuschuss. Für die Beantragung der Zuschüsse ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig, während die Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) laufen. In beiden Fällen gelten die gleichen Förderquoten. Beachten Sie, dass die Förderanträge unbedingt vor der Beauftragung eines Dienstleisters eingereicht werden müssen. Nur wenn die Förderung bereits genehmigt wurde, können Sie verbindliche Aufträge erteilen und von den finanziellen Unterstützungen profitieren.
4. Wie lange dauert die Entwicklung eines Transition Plans?
Die Dauer der Entwicklung eines Transition Plans kann variieren je nach Komplexität des Unternehmens und den spezifischen Anforderungen. In der Regel dauert der Prozess mehrere Monate, von der ersten Analyse bis zur finalen Implementierung und Genehmigung.
5. Was ist der Unterschied zwischen einer Net Zero Strategie und einem Climate Transition Plan?
Eine Net Zero Strategie konzentriert sich auf den langfristigen Weg eines Unternehmens, um bis zu einem festgelegten Zeitpunkt, meist 2040 oder 2050, Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Ein Transition Plan hingegen ist der detaillierte Umsetzungsplan, der den Übergang zu diesem Net Zero Ziel strukturiert und steuert. Er legt wissenschaftlich fundierte Klimaziele fest, die als Meilensteine auf dem Weg zu Net-Zero dienen.