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EmpCo-Leitfaden: Was Unternehmen jetzt wissen und tun müssen

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09. April 2026

Von CO₂-Daten zur belastbaren Klimakommunikation

Was EmpCo jetzt von Unternehmen verlangt

„Nachhaltig“, „klimaneutral“, „umweltfreundlich“ – Begriffe, die in der Unternehmenskommunikation längst etabliert sind.

Mit der EmpCo-Richtlinie (EU 2024/825) verändern sich dafür jedoch die Rahmenbedingungen grundlegend.
Ab dem 27. September 2026 gelten strengere Anforderungen – ohne Übergangsfrist.

Und das betrifft nicht nur einzelne Aussagen oder Produkte, sondern die gesamte Kommunikation eines Unternehmens: von der Website über Vertriebsunterlagen bis hin zu Social Media.

Warum EmpCo notwendig ist

Die EU reagiert mit EmpCo auf ein strukturelles Problem:
Viele Umweltaussagen sind unklar, schwer vergleichbar oder nicht ausreichend belegt.

Laut EU-Kommission sind rund 53 % der geprüften Umweltclaims irreführend oder zu vage, ein großer Teil davon ohne belastbare Datengrundlage.

Für Unternehmen bedeutet das:
Künftig reicht es nicht mehr, Nachhaltigkeit zu kommunizieren – sie muss nachvollziehbar belegt werden.

 

Was sich konkret ändert

EmpCo verschärft insbesondere die Anforderungen an Umwelt- und Klimaaussagen.

Unzulässig sind künftig unter anderem:

  • allgemeine Aussagen wie „nachhaltig“ oder „klimafreundlich“ ohne konkreten Nachweis
  • Klimaversprechen ohne validierten Maßnahmenplan
  • Siegel ohne anerkanntes Zertifizierungssystem
  • Vergleichsaussagen ohne transparente Methodik

Dabei gilt: Maßgeblich ist nicht die Intention des Unternehmens, sondern der Eindruck beim Gegenüber.

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Klimakommunikation braucht ein Fundament

Die wichtigste Veränderung liegt jedoch nicht in einzelnen Verboten,
sondern in der Logik dahinter:
Klimakommunikation wird zur Folge belastbarer Strukturen.

Das bedeutet konkret: Aussagen müssen auf einer konsistenten CO₂-Bilanz basieren,
Reduktionsziele nachvollziehbar definiert sein und ein strukturiertes Klimamanagement zugrunde liegen.

Erst dann wird Kommunikation belastbar – fachlich und regulatorisch

Was jetzt zu tun ist

Für Unternehmen empfiehlt sich ein strukturierter Einstieg:

Zunächst sollte die bestehende Kommunikation überprüft werden:
Welche Aussagen werden verwendet – und auf welcher Grundlage?

Darauf aufbauend lassen sich Risiken priorisieren und gezielt abbauen.
In der Praxis hat sich ein Vorgehen in drei Schritten bewährt:

  • Inventur: Alle relevanten Aussagen und Kanäle erfassen
  • Analyse: Risiken bewerten und Lücken identifizieren
  • Anpassung: Kommunikation überarbeiten und Prozesse absichern

So entsteht schrittweise eine belastbare Grundlage für zukünftige Kommunikation.

 

Fazit

EmpCo verändert die Anforderungen an Klimakommunikation grundlegend.

Nicht einzelne Begriffe stehen im Fokus – sondern die Frage, ob Aussagen auf belastbaren Daten und Strukturen basieren.

Unternehmen, die frühzeitig ansetzen, reduzieren nicht nur regulatorische Risiken,
sondern stärken auch ihre Glaubwürdigkeit gegenüber Kunden, Partnern und Investoren.

Sie möchten wissen, wie belastbar Ihre aktuelle Klimakommunikation ist?

Wir unterstützen Sie dabei, Strukturen aufzubauen und Kommunikation rechtssicher zu gestalten – pragmatisch und auf Ihr Unternehmen zugeschnitten.

 

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