24. Juni 2026
Wissenschaftsbasierte Klimaziele werden für Unternehmen wichtiger. Kunden, Investoren, Banken und Geschäftspartner erwarten zunehmend nachvollziehbare Reduktionspfade statt allgemeiner Klimaversprechen. Genau hier setzt die Science Based Targets initiative an. Sie bietet Unternehmen Standards, Leitlinien und Validierungsprozesse, um Klimaziele an wissenschaftlich fundierten Pfaden auszurichten.
Für viele Unternehmen beginnt der Prozess nicht mit einer freiwilligen Strategieentscheidung, sondern mit einer konkreten Kundenanforderung. Dann zählt vor allem eines: belastbare Daten, ein realistischer Zeitplan und ein klarer Weg zur Zielvalidierung. Ein tragfähiger Corporate Carbon Footprint ist dafür die zentrale Grundlage.
SBTi steht für Science Based Targets initiative. Wer fragt: „SBTi was ist das?“, meint im Kern einen international anerkannten Rahmen für wissenschaftsbasierte Klimaziele. Unternehmen leiten dabei Reduktionsziele aus ihren Treibhausgasemissionen ab und lassen diese Ziele nach festgelegten Kriterien prüfen.
Die SBTi Bedeutung liegt also nicht in einem Label allein. Der Ansatz soll Unternehmen helfen, aus Emissionsdaten konkrete Ziele und Maßnahmen abzuleiten. Diese orientieren sich am Pariser Klimaabkommen der UNFCCC, das den globalen Rahmen für internationale Klimaziele bildet.
Viele Einführungen konzentrieren sich auf Definition, Relevanz und Validierung. In der Praxis entscheidet jedoch oft ein anderer Punkt über den Projekterfolg: ob die Emissionsdaten bereits belastbar genug für eine Zielvalidierung sind.
Gerade mittelständische Unternehmen starten häufig mit einzelnen Berechnungen zu Scope 1 und 2 oder ersten Scope-3-Kategorien. Ein vollständiger, methodisch sauber dokumentierter und validierungsfähiger CCF liegt aber selten bereits vor. Andere Unternehmen beschäftigen sich erst mit dem Thema, weil ein Kunde oder Händler ein Commitment erwartet.
Sie sind unsicher, ob Ihre Emissionsdaten bereits für eine Zielvalidierung geeignet sind? ConClimate prüft Ihren Corporate Carbon Footprint und zeigt, welche Schritte vor einer Einreichung sinnvoll sind.
SBTi Ziele basieren auf einer belastbaren Treibhausgasbilanz. Dafür nutzen Unternehmen häufig das Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard. Der Standard bietet Anforderungen und Leitlinien für Treibhausgasinventare auf Unternehmensebene.
Aus den Daten entstehen Reduktionspfade, Zieljahre und Maßnahmenprioritäten. Wichtig ist dabei: Es geht nicht nur um Berechnung, sondern um Steuerung. Gute Klimaziele helfen Unternehmen, Emissionen sichtbar zu machen, Verantwortlichkeiten zu klären und Fortschritte nachvollziehbar zu messen. Damit werden sie Teil eines wirksamen CO₂-Managements.
Scope 1 umfasst direkte Emissionen, zum Beispiel aus eigenen Anlagen oder Fahrzeugen. Scope 2 betrifft indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie. Scope 3 umfasst weitere Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, etwa aus eingekauften Waren, Logistik, Nutzung verkaufter Produkte oder Entsorgung.
Das Greenhouse Gas Protocol ist dafür eine zentrale methodische Grundlage. Für viele Unternehmen liegt besonders in Scope 3 der größte Aufwand, aber auch der größte Hebel für wirksame emissions reduction.
Ein Corporate Carbon Footprint ist nicht automatisch bereit für die Zielvalidierung. Er muss methodisch sauber, nachvollziehbar und entscheidungsfähig sein.
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Prüffrage |
Warum sie wichtig ist |
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Sind Scope 1 und 2 vollständig erfasst? |
Grundlage für nahezu jede Zielsetzung |
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Sind relevante Scope-3-Kategorien bewertet? |
Häufig größter Emissionsanteil |
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Sind Emissionsfaktoren konsistent dokumentiert? |
Wichtig für Nachvollziehbarkeit |
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Sind Systemgrenzen klar definiert? |
Vermeidet Rückfragen in der Validierung |
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Gibt es Verantwortliche für Datenquellen? |
Beschleunigt Aktualisierung und Rückfragen |
Aus ConClimate-Sicht spart ein sauber vorbereiteter CCF spätere Feedbackrunden. Im Validierungsprozess werden häufig ähnliche Fragen gestellt. Wer diese Anforderungen kennt, kann Unterlagen von Beginn an belastbarer vorbereiten.
Der SBTi Corporate Net-Zero Standard gibt Unternehmen Orientierung, wie kurz- und langfristige Klimaziele auf dem Weg zu Net Zero gesetzt werden können. Die Initiative beschreibt ihn als wissenschaftsbasierten Rahmen für unternehmerische Net-Zero-Zielsetzung bis spätestens 2050.
Wichtig ist: SBTi net zero bedeutet nicht, Emissionen einfach über Kompensation auszugleichen. Im Mittelpunkt steht die tatsächliche Reduktion in der eigenen Organisation und entlang der Wertschöpfungskette. Mit der Version 2.0 des Corporate Net-Zero Standards legt die Initiative den Fokus stärker auf praktische Umsetzung, Zielarchitektur und Fortschritt im Unternehmen.
Die SBTi Validierung ist ein formaler Prozess. Unternehmen reichen ihre Ziele zur Prüfung ein. Laut SBTi müssen Unternehmen dafür ihre Greenhouse-Gas-Inventare berechnen, den passenden Standard und die relevanten Methoden anwenden und ihre Ziele anschließend bei SBTi Services zur Validierung einreichen.
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Phase |
Was Unternehmen vorbereiten sollten |
Typische Herausforderung |
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Ausgangslage prüfen |
CCF, Scopes, Datenqualität, Basisjahr |
Datenlücken in Scope 3 |
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Commitment planen |
Zeitplan, Verantwortlichkeiten, Freigaben |
Zu frühes Commitment ohne Datenbasis |
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Ziele modellieren |
Reduktionspfade, Zieljahr, Ambitionsniveau |
Zielpfad passt nicht zur Realität |
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Submission vorbereiten |
Formulare, Nachweise, Dokumentation |
Fehlende Belege oder unklare Annahmen |
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Validierung begleiten |
Rückfragen beantworten, Anpassungen vornehmen |
Lange interne Abstimmungen |
Aus der Beratungspraxis ist es oft sinnvoll, zuerst den CCF belastbar aufzubauen und erst dann das Commitment zu setzen. Wenn Unternehmen mit laufender Frist, aber ohne belastbare Datenbasis starten, entsteht unnötiger Druck.
Die SBTi Kosten bestehen aus Validierungsgebühren sowie internen und externen Aufwänden. Für die offizielle Validierung ist SBTi Services zuständig. Dort können Unternehmen ihre wissenschaftsbasierten Ziele zur Prüfung einreichen.
Unternehmen sollten deshalb nicht nur die offizielle Gebühr einplanen. Relevant sind auch Ressourcen für Datenerhebung, Abstimmung, Zielmodellierung, Dokumentation und Rückfragen im Validierungsprozess. Ein gut vorbereitetes CO₂-Management reduziert diesen Aufwand deutlich.
Viele Unternehmen unterschätzen drei Punkte: Erstens muss der CCF nicht nur vorhanden, sondern validierungsfähig sein. Zweitens braucht das Commitment einen realistischen Zeitplan. Drittens funktioniert der Prozess nur, wenn Fachbereiche schnell und belastbar Daten liefern.
Oft startet das Projekt mit einer Kundenanforderung. Daraus kann jedoch eine belastbare Klimastrategie entstehen, wenn Unternehmen Daten, Ziele und Maßnahmen sauber miteinander verbinden.
ConClimate begleitet Unternehmen pragmatisch und fachlich fundiert durch den SBTi-Prozess. Dazu gehören die Prüfung des CCF, die Entwicklung wissenschaftsbasierter Ziele, die Vorbereitung der Unterlagen und die Begleitung von Rückfragen in der Validierung.
Der Fokus liegt nicht nur auf dem Eintrag im öffentlichen Dashboard. Ziel ist eine belastbare Grundlage für Kundenanforderungen, Klimakommunikation, ESG-Beratung, CO₂-Reduktion und bei Bedarf auch produktbezogene Emissionsdaten über einen Product Carbon Footprint.
Sie möchten Ihre Klimaziele strukturiert vorbereiten? ConClimate unterstützt Sie dabei, Emissionsdaten, Zielpfade und Validierungsunterlagen belastbar aufzubauen.
Die Science Based Targets initiative ist ein Rahmen für wissenschaftsbasierte Klimaziele. Unternehmen nutzen ihn, um Reduktionsziele zu entwickeln und validieren zu lassen.
Corporate Carbon Footprint erfasst die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens. Die Zielvalidierung nutzt diese Daten, um wissenschaftsbasierte Reduktionsziele abzuleiten.
Die Dauer hängt von Datenqualität, Zieltyp, internen Freigaben und Rückfragen ab. Unternehmen sollten besonders Zeit für CCF-Prüfung, Zielmodellierung und Dokumentation einplanen.
Sinnvoll ist der Start, sobald belastbare Emissionsdaten vorliegen oder Kunden, Investoren oder Ausschreibungen wissenschaftsbasierte Klimaziele erwarten.
SBTi Net-Zero Standard beschreibt, wie Unternehmen kurz- und langfristige Klimaziele auf dem Weg zu Net Zero setzen können. Entscheidend ist die reale Emissionsreduktion, nicht der reine Ausgleich über Kompensation.
Ja. ConClimate unterstützt bei CCF-Prüfung, Zielentwicklung, Dokumentation, Einreichungsvorbereitung und Rückfragen im Validierungsprozess.
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