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EcoVadis Zertifizierung?

Warum es ein Rating ist – und wie Unternehmen ihre Bewertung gezielt verbessern 

02. Juni 2026

Viele Unternehmen suchen nach einer „EcoVadis Zertifizierung“. Fachlich korrekt ist jedoch: EcoVadis vergibt keine klassische Zertifizierung wie ein ISO-Standard, sondern erstellt ein Nachhaltigkeitsrating. Das Unternehmen erhält eine Scorecard mit Punkten, Stärken, Verbesserungsbereichen und - je nach Ergebnis - eine Medaille oder ein Abzeichen. Für Kunden, Einkaufsteams, Banken und Geschäftspartner ist dieses Rating dennoch ein wichtiger Nachweis: Es zeigt, wie belastbar Nachhaltigkeit im Unternehmen verankert ist. 

Damit das EcoVadis Rating überzeugt, reicht es nicht, möglichst viele Unterlagen hochzuladen. Entscheidend ist ein nachvollziehbares Nachhaltigkeitsmanagementsystem: klare Richtlinien, wirksame Maßnahmen, belastbare Kennzahlen und passende Nachweise. ConClimate begleitet Unternehmen dabei, diese Grundlage strukturiert aufzubauen - pragmatisch, regulatorisch sicher und passend zur Unternehmensrealität. 


EcoVadis
 Zertifizierung oder Rating: Was wird wirklich bewertet?

EcoVadis bewertet Unternehmen in vier Themenfeldern: Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. Die Gewichtung hängt unter anderem von Branche, Unternehmensgröße und Standort ab. Bewertet wird also nicht ein einzelnes Dokument, sondern die Qualität des Managementsystems hinter den Angaben. 

 

ConClimate begleitet Unternehmen als akkreditierter EcoVadis Beratungspartner dabei, diese Grundlage strukturiert aufzubauen – pragmatisch, regulatorisch sicher und passend zur Unternehmensrealität. Als selbst mit EcoVadis Platin bewertetes Unternehmen kennt ConClimate die Anforderungen zudem aus der eigenen Umsetzungspraxis. 

Die EcoVadis Methodik orientiert sich an drei zentralen Managementsäulen: Richtlinien, Maßnahmen und Ergebnisse. Für Unternehmen bedeutet das: Jede Antwort im Fragebogen sollte zeigen, dass Anforderungen nicht nur beschrieben, sondern im Alltag gesteuert und überprüft werden. 

Managementsäule 

Worauf EcoVadis achtet 

Beispiele für belastbare Nachweise 

Richtlinien 

Verantwortlichkeiten, Geltungsbereich, Ziele, Freigabe und Aktualität 

Code of Conduct, Umweltpolitik, Einkaufsrichtlinie, Menschenrechtsgrundsatzerklärung 

Maßnahmen 

konkrete Umsetzung in Prozessen, Programmen, Schulungen und Kontrollen 

Schulungsnachweise, Lieferantenprozess, Auditprogramm, Maßnahmenplan 

Ergebnisse/KPIs 

messbare Fortschritte, Zeitreihen, Zielerreichung und Monitoring 

Energie- und Emissionsdaten, Unfallquoten, Lieferantenbewertungen, Zieltracking 


Eine gute Vorbereitung beginnt deshalb mit einer nüchternen Bestandsaufnahme: Welche Anforderungen sind für das Unternehmen relevant? Welche Richtlinien, Prozesse und Kennzahlen gibt es bereits? Wo fehlen Nachweise oder sind Dokumente zu allgemein formuliert? Eine 
Gap-Analyse für Nachhaltigkeitsanforderungen schafft hier Klarheit und verhindert, dass Zeit in Unterlagen fließt, die später kaum zur Bewertung beitragen. 

Warum das EcoVadis Rating für Unternehmen wichtiger wird

 

Für viele Lieferanten ist das EcoVadis Rating heute Teil von Ausschreibungen, Lieferantenbewertungen oder Kundenanforderungen. Große Unternehmen nutzen die Scorecard, um Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette vergleichbarer zu machen. Wer gut abschneidet, stärkt Vertrauen und schafft eine belastbare Grundlage für ESG-Gespräche mit Einkauf, Vertrieb, Finanzierungspartnern und Management.

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Intern kann das Rating ebenfalls Wirkung entfalten - wenn die Scorecard aktiv genutzt wird. Sie zeigt, welche Strukturen bereits funktionieren und wo das Nachhaltigkeitsmanagement weiterentwickelt werden sollte. So wird aus der Bewertung ein Steuerungsimpuls: Unternehmen priorisieren Verbesserungen, schärfen Verantwortlichkeiten und machen Fortschritte messbar. 

ConClimate kennt diesen Weg aus der Praxis: Als akkreditierter EcoVadis Beratungspartner und selbst mit EcoVadis Platin bewertet, verbindet das Team methodisches Wissen mit Umsetzungserfahrung. 

So läuft der EcoVadis Bewertungsprozess ab 

Der Ablauf ist grundsätzlich klar strukturiert: Unternehmen registrieren sich auf der EcoVadis-Plattform, erhalten einen auf ihr Profil zugeschnittenen Fragebogen, stellen Antworten und Nachweise zusammen, reichen die Unterlagen ein und erhalten nach der Prüfung eine Scorecard. Der offizielle EcoVadis Bewertungsprozess beschreibt diese Schritte im Detail. 

Der größte Aufwand liegt meist nicht im technischen Ausfüllen des Fragebogens. Anspruchsvoll ist die Vorbereitung: Fachbereiche müssen eingebunden, Zuständigkeiten geklärt, Daten geprüft und Nachweise so ausgewählt werden, dass sie exakt zur jeweiligen Frage passen. Ein Dokument ist dabei kein Selbstzweck. Es muss belegen, dass eine Richtlinie, Maßnahme oder Kennzahl im Unternehmen tatsächlich verankert ist. 

Digitale Unterstützung kann diesen Prozess deutlich vereinfachen. Mit der ESG-Software Substain® lassen sich ESG-Daten, KPIs, Maßnahmen und Nachweise zentral erfassen. Besonders sinnvoll ist ein Ansatz, der VS-Berichterstattung und EcoVadis zusammendenkt: Ein nach VS strukturierter Bericht kann auf EcoVadis-Anforderungen ausgerichtet werden und damit als belastbarer Nachweis im Ratingprozess dienen. 


Typische Fehler: Warum gute Arbeit nicht immer zu einem guten Rating führt
 

Viele Unternehmen haben bereits ein funktionierendes Nachhaltigkeitsmanagementsystem, verlieren aber Punkte, weil die Nachweise nicht eindeutig genug sind. Häufig liegt das Problem nicht in fehlender Substanz, sondern in fehlender Zuordnung, Aktualität oder Nachvollziehbarkeit. 

  • Dokumente nennen keinen Unternehmensnamen, keinen Geltungsbereich oder keine verantwortliche Stelle. 

  • Richtlinien sind undatiert, veraltet oder nicht freigegeben. 

  • Maßnahmen werden beschrieben, aber nicht durch Programme, Prozesse oder Umsetzungsnachweise belegt. 

  • Kennzahlen enthalten kein Bezugsjahr, keine Systemgrenze oder keinen Vergleichswert. 

  • Antworten passen inhaltlich nicht exakt zur EcoVadis-Frage. 

  • Nachweise sind zu allgemein und zeigen nicht, wie das Thema im Unternehmen gesteuert wird. 

Hilfreich sind vor allem Nachweise, die eindeutig, aktuell und prüfbar sind. Dazu gehören zum Beispiel formalisierte Richtlinien, Prozessbeschreibungen, Schulungs- und Auditnachweise, KPI-Übersichten oder Nachhaltigkeitsberichte nach einem anerkannten Standard wie dem VSME. Entscheidend bleibt immer der Bezug zur Frage: Ein guter Nachweis beantwortet nicht alles, sondern genau das Relevante.

Welche Kosten entstehen rund um das EcoVadis Rating? 

Die Kosten rund um das EcoVadis Rating bestehen aus zwei Teilen. Direkt fallen Gebühren für das EcoVadis-Abonnement an. EcoVadis unterscheidet nach Unternehmensgröße, Laufzeit und Paket; die offizielle Übersicht zu EcoVadis Preisen zeigt die verfügbaren Pläne und Funktionsumfänge.

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Hinzu kommen interne und externe Aufwände: Projektsteuerung, Datensammlung, Abstimmung mit Fachbereichen, Prüfung der Nachweise, KPI-Aufbereitung und Verbesserungsmaßnahmen. Je weniger strukturiert ESG-Daten und Verantwortlichkeiten bereits vorliegen, desto höher ist in der Regel der Aufwand. 

Reduzieren lassen sich diese Aufwände nicht durch Abkürzungen, sondern durch Struktur und Erfahrung: klare Zuständigkeiten, wiederverwendbare Nachweise, ein sauberer Review-Prozess und fachliches Know-how von Expert:innen. So steigt nicht nur die Effizienz der Einreichung, sondern auch die Qualität des Ratings.

VSME-Bericht als Hebel für EcoVadis 

Ein Nachhaltigkeitsbericht ist mehr als ein Kommunikationsdokument. Gut aufgebaut ist er ein wichtiger Bestandteil des Managementsystems: Er bündelt ESG-Daten, beschreibt Verantwortlichkeiten, macht Maßnahmen nachvollziehbar und schafft eine Grundlage für Steuerung und externe Anforderungen. 

Für Unternehmen, die nicht unter die ESRS-Berichtspflicht fallen, kann der VS-Bericht besonders sinnvoll sein. Der freiwillige Standard wird von der EFRAG als Reporting-Ansatz für kleine und mittlere Unternehmen beschrieben. Auch größere Unternehmen können ihn nutzen, wenn sie ESG-Informationen strukturiert und anschlussfähig aufbereiten möchten. 

ConClimate verbindet VS und EcoVadis in einem integrierten Ansatz: Daten werden nicht mehrfach gesammelt, sondern für Bericht, Rating und interne Steuerung nutzbar gemacht. Ein VS-Bericht, der gezielt auf EcoVadis-Anforderungen abgestimmt ist, kann zentrale Nachweise bündeln und die Konsistenz der Angaben verbessern. Wie das zusammenspielt, zeigt der Beitrag VS und EcoVadis: Nachhaltigkeitsberichterstattung mit System. 

Von der Scorecard zum Maßnahmenplan 

Ein gutes EcoVadis Rating ist kein einmaliger Abschluss, sondern ein Entwicklungsprozess. Nach der Scorecard sollten Unternehmen nicht nur auf Medaille oder Abzeichen schauen. Wichtiger ist die Frage, welche Verbesserungsbereiche strategisch relevant sind und welche Maßnahmen realistisch umgesetzt werden können. 

  • Welche Themen sind für Branche, Kundenanforderungen und Risikoprofil besonders relevant? 

  • Welche Richtlinien fehlen oder sind zu allgemein? 

  • Welche Maßnahmen gibt es bereits, sind aber noch nicht ausreichend belegt? 

  • Welche KPIs brauchen bessere Datenqualität oder klarere Systemgrenzen? 

  • Welche Lieferantenprozesse stärken nachhaltige Beschaffung und Risikomanagement? 

Aus diesen Fragen entsteht ein konkreter Maßnahmenplan - je nach Unternehmen auch als ESG-Roadmap bezeichnet. Wichtig ist eine klare Priorisierung nach Wirkung, Aufwand und Relevanz für das Rating. Bei Lieferkettenfragen kann der OECD Due-Diligence-Leitfaden zusätzlich Orientierung geben. So wird aus der Bewertung eine belastbare Grundlage für zukunftsfähiges ESG-Management. 

Sie möchten Ihr EcoVadis Rating strukturiert vorbereiten oder verbessern?

Nehmen Sie Kontakt zu ConClimate auf - wir unterstützen Sie von der Analyse bis zur Einreichung, mit Beratung auf Augenhöhe, klarer Priorisierung und digitaler Unterstützung durch Substain®. 

 

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FAQ zum EcoVadis Rating 


Ist 
EcoVadis ein Zertifikat?
 

Nein. Umgangssprachlich wird häufig von einer EcoVadis Zertifizierung gesprochen. Fachlich korrekt ist: EcoVadis ist ein Nachhaltigkeitsrating. Unternehmen erhalten eine Scorecard und können bei entsprechender Leistung eine Medaille oder ein Abzeichen erhalten. 


Wie oft sollte ein Unternehmen sein 
EcoVadis Rating verbessern?
 

Sinnvoll ist eine regelmäßige Weiterentwicklung über mehrere Bewertungszyklen. Besonders wertvoll ist die Phase nach der Scorecard: Dann lassen sich Lücken gezielt schließen und Verbesserungen messbar machen. 


Was bringt ein VSME-Bericht für 
EcoVadis?
 

Ein VSME-Bericht kann ESG-Informationen zentral bündeln und als strukturierter Nachweis dienen. Dadurch werden Antworten konsistenter, KPIs nachvollziehbarer und interne Zuständigkeiten klarer. 


Wie lassen sich Aufwände rund um 
EcoVadis reduzieren?
 

Durch klare Verantwortlichkeiten, zentrale Datenerfassung, wiederverwendbare Nachweise, einen sauberen Review-Prozess und fachliches Know-how. Das reduziert Abstimmungsaufwand und verbessert die Qualität der Einreichung. 


Warum sollte EcoVadis nicht isoliert betrachtet werden?
 

Weil das Rating dieselben Grundlagen braucht wie gutes ESG-Management: belastbare Daten, klare Prozesse, messbare Ziele und nachvollziehbare Maßnahmen. Wer diese Strukturen aufbaut, profitiert auch bei Reporting, Kundenanfragen und interner Steuerung. 

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